Buntes Bergedorf

Buntes Bergedorf
32,6 % der Bergedorfer Bevölkerung besitzen einen Migrationshintergrund.

 

In Bergedorf ist „die Welt zu Hause“. Menschen aus unterschiedlichsten Ländern haben hier eine zweite Heimat gefunden. Mittlerweile besitzt ein Drittel der Bergedorfer* einen Migrationshintergrund. Bergedorf rangiert damit an dritter Stelle unter den sieben Hamburger Bezirken, hinter Harburg und Hamburg-Mitte und vor Altona.

45,9 % der Bergedorfer Bevölkerung unter 18 Jahren besitzen einen Migrationshintergrund.

Die Mehrheit der Bergedorfer mit Migrationshintergrund sind keine ausländischen Staatsbürger: Zwei Drittel besitzen die deutsche Staatsangehörigkeit. Bergedorf liegt somit in der Ausländerstatistik mit 9,4% ausländischer Bevölkerung unter dem Hamburger Schnitt von 13,3% (Stand 2010).

Familie in Neuallermöhe

Die größte Gruppe der Bergedorfer Migranten stellen die Menschen aus den Staaten der ehemaligen UdSSR: Jeder dritte Bergedorfer mit Migrationshintergrund (33,6% aller Migranten) stammt aus einer der ehemaligen Sowjetrepubliken, vornehmlich aus Russland und Kasachstan. An zweiter Stelle folgen die Bergedorfer aus Polen: Sie stellen mehr als jeden fünften Einwohner mit Migrationshintergrund (23,2%), gefolgt von den Bergedorfern aus der Türkei (11%) und Afghanistan (9%).

 

Rund 57% der Bergedorfer mit Migrationshintergrund stammen somit entweder aus der ehemaligen UdSSR oder aus Polen. Bei der Mehrheit handelt es sich um (Spät-)Aussiedler mit deutscher Staatsangehörigkeit: 83% der Bergedorfer aus Russland besitzen einen deutschen Pass, 93% derer aus Kasachstan. Die Bergedorfer aus Polen sind wiederum zu 75% deutsche Staatsbürger.

 

Das bunte Bergedorf wird dementsprechend zahlenmäßig geprägt durch die Bergedorfer aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion sowie aus Polen. Die große Zahl von (Spät-)Aussiedlern erklärt wiederum, weswegen zwei Drittel aller Bergedorfer mit Migrationshintergrund einen deutschen Pass besitzen.

Ein paar statistische Zahlen zu Bergedorf.
Mutter und Kind vor dem Bergedorfer Schloss.

In Bergedorf haben aber auch Menschen aus vielen anderen Staaten eine zweite Heimat gefunden, unter ihnen Türken, Afghanen, Inder, Ghanaer, Iraner, Iraker und viele mehr. Fast jedes Land und jede Nationalität ist hier vertreten. Bergedorfs Gesellschaft ist heute ein kleines Abbild der Weltgemeinschaft.

Diese kulturelle Vielfalt Bergedorfs findet auch im bunten Straßenbild ihren Ausdruck: Neben türkischen Geschäften haben sich hier ebenso Läden mit russischen, polnischen, arabischen, persischen und vielen anderen internationalen Produkten angesiedelt.

Die Auswahl gastronomischer Angebote reicht wiederum von griechischer, indischer, chinesischer und vietnamesischer Küche bis zu thailändischen, türkischen und vielen weiteren internationalen Spezialitäten.

Bergedorf ist weiterhin Zentrum eines dynamischen und stetig wachsenden migrantischen Vereinslebens, das nachfolgend vorgestellt wird.

Statistik Informiert: Bevölkerung mit Migrationshintergrund in den Hamburger Stadtteilen Ende 2010 (pdf, ca. 444kb, Quelle: Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein)

 

*) Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet.
Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichwohl für beiderlei Geschlecht.