Das Erntedankfest

Seit 1976 ist das Erntedankfest fester Bestandteil der traditionellen Vier- und Marschländer Kultur und lockt jährlich bis zu 35.000 Besucher an, die die schön geschmückten Umzugswagen bewundern. Die Tradition des Erntedankfest kommt schon aus der Zeit der alten Römer, die ihren Göttern für die eingebrachte Ernte gedankt haben. Der Brauch hat sich bis in die heutige Zeit gefestigt und so danken wir bis heute unserem Schöpfer für die eingebrachte Ernte und unser täglich Brot.

Das heutige Erntedankfest in Kirchwerder wurde ursprünglich durch die Vierländer Trachtengruppe und die Kirchwerder Landfrauen organisiert. Seit 2011 wird der Erntedankumzug vom Förderverein Erntedank über­nommen und sichert so den Fortbestand dieser Tradition, moderne Weiterentwicklungen in­begriffen.

Waren beim ersten Erntedankumzug erst 2 Wagen vertreten, sind es nun mittlerweile über 75 Gruppen weit über 30 geschmückte Wagen, Kutschen und Kapellen aus verschiedenen Vereinen innerhalb der Vier- und Marschlande. Für die aufwändige Dekoration der Wagen mit ihren Motiven werden viele Blumen, aber auch Obst und Gemüse in stundenlanger Arbeit verarbeitet. Die entstandenen Kosten für die Wagen hat jeder Verein selbst zu tragen.

Traditionell hat jedes Erntedankfest auch eine Erntekönigin und eine Ernteprinzessin, die in schöner Tracht, mit Krone und Scherpe geschmückt, auf dem reich geschmückten Wagen mit der großen Erntekrone mitfahren.Das Erntedankfest startet mit einem großen Ernteball meist am Samstag Abend, bevor es am nächsten Tag mit einem Erntedankgottesdienst in der St. Severini Kirche weitergeht, gefolgt von der Aufstellung der Wagen und dem Umzug, der dann am Spieker Markt endet. Dort kann sich der Besucher bei Speis und Trank und Ruhe und aus aller Nähe noch einmal die reichlich geschmückten Wagen ansehen und auf der Bühne traditionelle Lieder und Tänze verfolgen.


Quelle Text: Vierlande, Kulturgeschichte zwischen Elbe und Bille, Band 2, Kultur- und Geschichtskontor / vierlaender.de / gemeinschaft-vm.de